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Fachvorträge

Wir stellen unsere Referenten vor.

Samstag, 14. Februar 2026 

09:00

Eröffnung

Eröffnungsrede mit Wolfgang Pointecker Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbund.

Durch das Programm führt heuer erstmals unsere Moderatorin Martina Klementin.

 

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Wolfgang Pointecker

Wolfgang Pointecker ist seit 2022 Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes. In dieser Funktion setzt er sich engagiert für die Interessen der Erwerbsimkerei in Österreich ein.

Darüber hinaus ist er derzeit Obmann der Biene Österreich und Mitglied im Board der EPBA.

Als langjähriger Erwerbsimker verfügt er über umfassende praktische Erfahrung und fundiertes Fachwissen, das er aktiv in seine Verbandsarbeit und fachlichen Beiträge einbringt.

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Martina Klementin

Martina Klementin ist eine erfahrene Moderatorin, Speakerin, Trainerin und Coach mit über 20 Jahren Erfahrung in Radio, TV und Live-Moderation. Sie steht seit vielen Jahren erfolgreich auf der Bühne und führt mit Charme, Kompetenz und Präsenz durch Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Gala-Abende und mehr.

Martina Klementin bietet zudem Workshops, Seminare und Coachings zu Selbstbewusstsein, souveränem Auftreten und wirkungsvoller Kommunikation an. Ihre Mission ist es, Menschen – insbesondere Frauen – dabei zu unterstützen, mit Stärke, Souveränität und Selbstvertrauen aufzutreten und ihre beste Seite der Welt zu zeigen.

09:30

Honigmarketing - Nur gemeinsam sind wir stark

Vorstellung der Honigmarketing Kampagne der Biene Österreich inkl. einer Präsentation der ersten Ergebnisse. Ausblick auf die nächsten Themen, Botschaften und Werbeformate.  

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DI Gabriele Eder

Dipl.-Ing. Gabriele Eder ist seit 2025 Geschäftsführerin der Biene Österreich und damit Ansprechpartnerin für Institutionen, Behörden und Ministerien für alle Themen rund um Imkerei und Bienen

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BA, David Obererlacher

David Obererlacher ist Kommunikationsstratege, Kampagnenmanager und externer Pressesprecher mit 18 Jahren Branchenerfahrung.

10:30

Tropilaelaps: Eine aufkommende globale Bedrohung

Wusstest du, dass eine winzige Milbe zu einer weltweit zunehmenden Bedrohung für die Imkerei wird? Lerne Tropilaelaps kennen – einen Brutparasiten, der Honigbienenvölker befällt und erhebliche Völkerverluste verursacht.

Entdecke die komplexen Details ihrer Biologie, ihres Verhaltens und ihrer Verbreitung und erfahre, warum sie zu einer so großen Gefahr für die Imkerei werden. Bleib auf dem Laufenden mit den neuesten Forschungsergebnissen aus Thailand und Georgien, wo Maggie und ihr Team die komplexe Biologie und das Verhalten von Tropilaelaps entschlüsseln und neue Behandlungsmöglichkeiten für Imkerinnen und Imker entwickeln.

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Maggie Gill

Maggie Gill ist Gründerin und leitende Forscherin von PHIRA-Science, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Entwicklung praxisnaher, evidenzbasierter Forschung widmet, um die Herausforderungen zu bewältigen, vor denen Imkerinnen und Imker sowie die Bestäubungssysteme stehen, die die globale Ernährungssicherheit unterstützen. Über PHIRA-Science hat Maggie einflussreiche Studien zur Gesundheit von Honigbienen, zur Ernährung von Bestäubern sowie zu neu auftretenden Schädlingen und Krankheiten geleitet und dabei eng mit Universitäten, Regierungsbehörden und Forschungsinstituten in Europa, Nordamerika und Asien zusammengearbeitet.

Als Imkerin mit über 20 Jahren Erfahrung verbindet Maggie praktische Arbeit am Bienenstand mit fundierter wissenschaftlicher Forschung. Ihre Arbeiten haben zur Verbesserung diagnostischer Verfahren, zu einem besseren Verständnis von Stressfaktoren in Bienenvölkern und zur Entwicklung von Strategien beigetragen, die sowohl gehaltene Honigbienen als auch wilde Bestäuberpopulationen unterstützen.

Darüber hinaus ist Maggie als Senior Entomologist beim britischen Landwirtschaftsministerium Defra tätig, wo sie untersucht, wie agrarökologische Landbewirtschaftung die Bestäuberpopulationen und die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen beeinflusst. Zuvor war sie zehn Jahre lang beim National Bee Unit des Vereinigten Königreichs als saisonale und regionale Bieneninspektorin tätig und wirkte an nationalen Überwachungsprogrammen sowie am praktischen Bienengesundheitsschutz mit.

Ihre jüngste Arbeit konzentriert sich intensiv auf Tropilaelaps-Milben. Dabei hat sie Nachweis- und Probenahmemethoden weiterentwickelt und bedeutende Erkenntnisse über das Überleben, die Fortpflanzung, die Übertragung und mögliche Bekämpfungsstrategien dieser Milbe gewonnen. Ihre Forschung trägt maßgeblich dazu bei, Vorsorgemaßnahmen zu lenken, während sich diese neue Bedrohung in weitere Regionen ausbreitet.

Mit großer Leidenschaft für die Zukunft der Bestäuber und die Nachhaltigkeit der Imkerei vereint Maggie eine seltene Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, praktischer Felderfahrung und globaler Perspektive in ihrer Arbeit.

11:45

Der CO₂-Fußabdruck von österreichischem Honig

Einfluss von Betriebsgröße und Managementpraktiken

Im Rahmen seiner Masterarbeit untersuchte Benedikt Kapper die Klimawirkungen der Honigproduktion in Österreich. Grundlage der Analyse sind CO₂-Emissionen entlang des gesamten Produktionsprozesses, von der Bewirtschaftung der Bienenvölker bis zur Honigernte und -verarbeitung. Die erforderlichen Daten wurden mithilfe einer Umfrage unter österreichischen Imkereibetrieben erhoben.

Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, ob größere Imkereien tatsächlich geringere Emissionen pro Produkteinheit aufweisen und somit von Skaleneffekten profitieren. Darüber hinaus werden jene Faktoren beleuchtet, die die Unterschiede in den Emissionen zwischen den Betrieben maßgeblich beeinflussen. Die Ergebnisse liefern wertvolle Einblicke in die Klimabilanz der Honigproduktion und zeigen Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Gestaltung der Imkerei auf.

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Benedikt Kapper

Benedikt Kapper ist 26 Jahre alt und studiert derzeit im Masterstudium Environmental System Science / Climate Change and Transformation Science an der Universität Graz. Aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof in Hart bei Graz entwickelte er früh ein starkes Interesse an Landwirtschaft und Ernährungssystemen, das er seither sowohl akademisch als auch praktisch vertieft. Ergänzend zu seinem Studium absolvierte er den landwirtschaftlichen Facharbeiter an der Fachschule Hatzendorf.

Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Dieser zieht sich konsequent durch seinen bisherigen Bildungsweg: von seiner Vorwissenschaftlichen Arbeit, für die er Josef Zotter interviewte, über seine Bachelorarbeit, in der er ein agentenbasiertes Modell zur Reduktion von Lebensmittelabfällen entwickelte, bis hin zu seiner laufenden Masterarbeit, die diesen thematischen Fokus weiterführt.

Praktische Erfahrungen sammelte Benedikt Kapper unter anderem während eines mehrmonatigen Work-and-Travel-Aufenthalts in Australien, wo er in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft tätig war, unter anderem auf einer Ingwerfarm. Die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse und praktischer landwirtschaftlicher Erfahrung prägt seinen Zugang zu Fragen nachhaltiger Ernährungssysteme und macht ihn zu einem engagierten und reflektierten Vortragenden.

13:00

Honig-Authentizität durch metagenomische DNA-Analyse (MDA) – Erkenntnisse aus österreichischen und deutschen Honigen

Honig enthält DNA vieler verschiedener Organismen, und mithilfe der DNA-Sequenzierung lässt sich diese Vielfalt detailliert beschreiben. Ein praktisches Anwendungsfeld dieses Ansatzes ist die Prüfung der Honig-Authentizität, mit der Verfälschungen und Betrug aufgedeckt werden können.

Dieser Vortrag stellt Ergebnisse aus der Analyse von Honigproben aus Österreich und Deutschland vor und hebt deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervor. Außerdem untersuchen wir, wie sich ein Zeitraum von 25 Jahren auf die DNA-Zusammensetzung von Honig auswirkt. Abschließend gehen wir einer häufigen Frage aus der Imkerschaft nach: Wird Honig mit der Zeit schlecht – und welche Bestandteile sind davon betroffen?

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Prof. Kaarel Krjutškov

Prof. Kaarel Krjutškov arbeitet in der genetischen Forschung, die sowohl zum Verständnis der menschlichen Gesundheit als auch der Herkunft von Lebensmitteln beiträgt. Sein Labor Celvia CC nutzt DNA-Analysen, um zu untersuchen, woraus Lebensmittel tatsächlich bestehen.

Im Honig erzeugen Spuren von DNA aus Pflanzen, Pollen und Mikroorganismen für jedes Produkt einen einzigartigen „DNA-Fingerabdruck“. Dieser Ansatz ermöglicht es, Herkunft, Zusammensetzung und Authentizität von Honig zu überprüfen. So können Imkerinnen und Imker die Qualität und den Wert ihres Honigs nachweisen und ihn wirksam vor Betrug schützen.

14:15

Europaweite Ergebnisse zu Pesitizid- Pollendiveristät und Schadstoffmonitoring

Im von der EU geförderten Projekt INSIGNIA-EU haben wir in 9 Sammelrunden (von April bis August 2023) mit Hilfe von Imkereien an 315 Standorten in 27 EU-Ländern die Umweltbelastungen und Pollendiversität mit Honigbienen untersucht. Ich präsentiere die Gesamtergebnisse zu Pollen, Mikroplastik, Luftschadstoffen, Schwermetallen und Pestiziden in Österreich. Für einige Parameter werde ich auch Europaweite Ergebnisse präsentieren. 

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Mag. Dr. Robert Brodschneider

ist Biologe und Postdoc am Institut für Zoologie der Universität Graz, wo er vor allem zur Biologie und Gesundheit von Honigbienen forscht. Er koordiniert seit 2008 die jährliche Untersuchung der Winterverluste von Bienenvölkern in Österreich und identifiziert damit verbundene Risikofaktoren im Rahmen des internationalen Netzwerks COLOSS. Seine Arbeit umfasst Grundlagenforschung zu Physiologie, Verhalten und Ernährung sozialer Insekten und bezieht regelmäßig Imker:innen als Citizen Scientists ein. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis und Schutz der Honigbiene als Schlüsselart für Ökosysteme und Landwirtschaft.

Im Rahmen des EU-Projekts BEE-GUARDS entwickelt er gemeinsam mit Georg Schaunitzer und unterstützt vom BEE-GUARDS-Konsortium die Wissensplattform WikiBeedia.eu, auf der imkerliche Fachbegriffe erklärt und in verschiedene Sprachen übersetzt werden können.

14:45

Die Wahrheit über die Herbstbehandlung: Was wirklich gegen die Varroa hilft

Die Biene Österreich hat gemeinsam mit der Wiener Bezirksimkerei sowie Wissenschaftlern der BOKU, der VetMedUni Wien und der Universität Innsbruck rund 200 Bienenvölker im Raum Wien untersucht und dabei über 400 Proben ausgewertet. Ziel war es, die wirksamste Herbstbehandlung gegen die Varroa-Reinvasion zu finden. Getestet wurden CaliStrips, selbst hergestellte Oxalsäure-Glycerin-Streifen, VarroMed und Kombinationsbehandlungen. Erstmals wurde dabei auch die Virenbelastung der Völker analysiert. Die Ergebnisse zeigen, welche Methode wirklich schützt – und was Imker:innen ab Herbst 2026 besser machen können.

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DI Simon Pree

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Dr. Matthias Kopetzky

ist Doktor der Wirtschaftswissenschaft, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Kostenrechnung, Buchführung, Unternehmensbewertung und Unternehmensführung. Neben seiner Tätigkeit als Wirtschaftsforensiker leitet er die Wiener Bezirksimkerei mit ca. 250 Völkern und ist Beirat in der Copa-Cogeca-Arbeitsgruppe "Honig". 

Mit seiner sachkundigen Meinung und perfekten Analysen ist er ein wichtiger Teil des ÖEIB und einen große Stütze für den Vorstand.

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Elmar Ebner

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15:30

Vorstellung Webshop der Erwerbsimker

Im Vortrag wird das eingereichte Projekt „Webshop der Erwerbsimker“ vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, eine gemeinsame Online-Plattform für Erwerbsimker zu schaffen, um Produkte sichtbar zu machen, Vermarktung zu stärken und die Wertschöpfung nachhaltig zu erhöhen. Der Vortrag gibt einen Überblick über Idee, Ziele, Umsetzung und den Mehrwert des Projekts für die Erwerbsimkerei.

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Anton Zellan

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Philipp Kulischek

ist Geschäftsführender Gesellschafter der identity werbedesign GmbH.  Nach dem Besuch der HTL Maschinenbau (tlw.), die HTL Steyr als Goldschmied und Graveur sowie einem Studium im Bereich Marketing mit Schwerpunkt Online Marketing, war er beruflich zunächst einige Jahre als Schmuckdesigner tätig, bevor er in die Automobilindustrie wechselte. Dort spezialisierte er sich auf den Bereich Interior und stieg innerbetrieblich bis zum Gesamtverantwortlichen für OEM Interior Parts auf, wo er als Zulieferer für BMW und Mercedes tätig war.  Seit über 20 Jahren ist er selbstständig, in den letzten 15 Jahren hat er sich dabei besonders auf digitale Projekte spezialisiert, darunter die Entwicklung von Onlineshops, Websites und Webdesign sowie Online Marketing.​

Seit zwei Jahren ist er stolzer Besitzer eines Bienenstocks.

Sonntag, 15. Februar 2026 

09:00

Vorstellung der Imkereigenossenschaft und -betrieb Lettland

In diesem Vortrag wird die lettische Imkereigenossenschaft „Strops“ vorgestellt – der nationale Imkereiverband, der professionelle und hobby-Imker in Lettland vereint und die Interessen der Bienenhaltung stärkt. „Strops“ fördert die Entwicklung der imkerlichen Wertschöpfungskette, begleitet Produktstandards und Kennzeichnungen wie die Marke „Ievākts Latvijā“ zur Kennzeichnung lokal geernteter Honigprodukte und unterstützt den Export sowie die Sichtbarkeit lettischer Bienenprodukte.

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Toms Grudovskis

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10:15

Winterverluste in Österreich: Analyse von 6 Jahren

Seit fast 20 Jahren werden in Österreich Umfragen zu den Winterverlusten von Honigbienen durchgeführt. Hier präsentieren wir Ergebnisse von 7628 gesammelten Fragebögen zu ca. 166 000 Bienenvölkern von den Überwinterungen 2019/20 bis 2024/25. Diese Datenfülle ermöglicht eine sehr exakte Analyse mit interessanten Ergebnissen. 

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BSc. Georg Schaunitzer

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biologie der Universität Graz und beschäftigt sich mit der Forschung zu Honigbienen. Er arbeitet im EU-Projekt BeeGuards, das neue, nachhaltige Strategien zur Bekämpfung der Varroa-Milbe und zur Stärkung resistenter Bienenvölker entwickelt. Dabei untersucht er gemeinsam mit Kolleg*innen biologische Ansätze wie Brutunterbrechung und alternative Behandlungsmethoden. Sein Beitrag hilft, die Winterverluste von Bienenvölkern zu verringern und langfristig chemiefreie Lösungen zu ermöglichen.
Im Rahmen des EU-Projekts BEE-GUARDS entwickelt er gemeinsam mit Robert Brodschneider und unterstützt vom BEE-GUARDS-Konsortium die Wissensplattform WikiBeedia.eu, auf der imkerliche Fachbegriffe erklärt und in verschiedene Sprachen übersetzt werden können.

10:45

Vespa velutina in Europa: Kontrolle, Konflikte, Konsequenzen

Die erfolgreiche Invasion der Asiatischen Hornisse ist zugleich ein Scheitern des Managements invasiver Arten. Der Vortrag bietet einen Überblick über die aktuelle Situation in Europa und zeigt die Probleme bei der Bekämpfung auf.

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Dr. Sebastian Spiewok

Sebastian Spiewok ist Biologe. Er war viele Jahre als Redakteur für das Deutsche Bienen-Journal tätig. Aktuell arbeitet er als politischer Berater sowie als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Imkerbundes e. V.

Zudem war er als Koordinator internationaler Forschungsprojekte an Instituten in Deutschland, Australien, den USA und Afrika tätig.

11:40

Brutunterbrechung an BEE-GUARDS Versuchsbienenständen in Steiermark und Oberösterreich

Seit 2 Saisonen beteiligen wir uns nun an einer großangelegten internationalen Feldstudie zur Brutunterbrechung im Sommer. Wir präsentieren die Ergebnisse aus Österreich und stellen weitere interessante Aspekte des bee-guards Projekts vor.

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Mag. Dr. Robert Brodschneider

ist Biologe und Postdoc am Institut für Zoologie der Universität Graz, wo er vor allem zur Biologie und Gesundheit von Honigbienen forscht. Er koordiniert seit 2008 die jährliche Untersuchung der Winterverluste von Bienenvölkern in Österreich und identifiziert damit verbundene Risikofaktoren im Rahmen des internationalen Netzwerks COLOSS. Seine Arbeit umfasst Grundlagenforschung zu Physiologie, Verhalten und Ernährung sozialer Insekten und bezieht regelmäßig Imker:innen als Citizen Scientists ein. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis und Schutz der Honigbiene als Schlüsselart für Ökosysteme und Landwirtschaft.

Im Rahmen des EU-Projekts BEE-GUARDS entwickelt er gemeinsam mit Georg Schaunitzer und unterstützt vom BEE-GUARDS-Konsortium die Wissensplattform WikiBeedia.eu, auf der imkerliche Fachbegriffe erklärt und in verschiedene Sprachen übersetzt werden können.

12:45

Das ungenutzte Potential von Belegstellen – genomische Selektion und Virus-Screening

Im Rahmen der Zucht selektieren wir das 4a-Volk, aus dem wir die Drohnenvölker nachziehen. Die einzelnen Drohnenvölker weisen hingegen auch eine Varianz untereinander auf. Durch genomische Selektion können vor dem Belegstellenbetrieb aus dem Pool der vorbereiteten Drohnenvölker die besten ausgewählt werden, um auf diese Weise den Zuchtfortschritt zu beschleunigen. Neben dieser Vorselektion können wir zusätzlich den Virustransfer durch voranschreitende Entwicklungen in der Analytik minimieren.

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Dr. Hannes Beims

Dr. Hannes Beims ist seit seinem 14. Lebensjahr leidenschaftlicher Imker und verbindet diese frühe praktische Erfahrung mit einer fundierten wissenschaftlichen Laufbahn. Er studierte Biologie mit dem Schwerpunkt Mikro- und Infektionsbiologie an der Technischen Universität Braunschweig und spezialisierte sich früh auf zentrale Fragestellungen der Bienengesundheit.

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen insbesondere auf der Amerikanischen Faulbrut (AFB) sowie auf Bienenviren. Am Bieneninstitut Celle (LAVES – Institut für Bienenkunde Celle) war er maßgeblich am Nachweis von Bienenkrankheiten beteiligt und arbeitete an der Optimierung diagnostischer Nachweisverfahren. Ein besonderer Fokus seiner Forschung lag auf der Rolle von Viren in der Königinnenaufzucht sowie auf Virus-Screenings auf Belegstellen und in der Zucht. Zudem war er in Projekte wie DeBiMo eingebunden.

Seit 2022 leitet Dr. Beims die Fachberatung für Imkerei im Bezirk Oberbayern. In dieser Funktion verbindet er wissenschaftliche Erkenntnisse mit der praktischen Imkerei und begleitet Imkerinnen und Imker bei aktuellen Herausforderungen der Bienengesundheit.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind praxisnahe Feldversuche zum Virusnachweis, unter anderem im Zusammenhang mit der instrumentellen Besamung. Darüber hinaus ist er an zahlreichen Kooperationsprojekten mit starkem Anwendungsbezug beteiligt, etwa zu Oxalsäure-Streifen und zum systematischen Virus-Screening. Dr. Hannes Beims steht damit für eine enge Verzahnung von Forschung, Beratung und imkerlicher Praxis.

13:45

Pyrrolizidinalkaloide - ein Update

Um das Thema Pyrrolizidinalkaloide ist es scheinbar etwas ruhiger geworden. Keine Pressekampagnen und keine öffentliche „Aufklärungsarbeit“. Doch was tun, wenn die Natur wundervoll und vielfältig blüht und plötzlich PAs im Honig sind.

Was kann der Imker tun und ist die Natur unser Feind? Eine differenzierte Sichtweise ist nötig.

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Dr. Thomas Gloger

Der 2-fache Sachbuch-Autor, hat an der TU München Chemie studiert, ist Sicherheitsbewerter für Kosmetikprodukte, Bienensachverständiger und natürlich auch selbst Imker. Doch sein Hauptaugenmerk legt er auf die Apitherapie, als Organisator, Referent und Teilnehmer zahlreicher Apitherapie-Kongresse bereiste er zahlreiche Länder. Neben seiner Forschungstätigkeit führt er gemeinsam mit seiner Ehefrau das "Api-Zentrum Ruhr".

14:30

Bienenfreundlicher Zwischenfruchtversuch 2025 – Ergebnisse und Praxiserfahrungen

Der bienenfreundliche Zwischenfruchtversuch 2025 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Boden.Wasser.Schutz.Beratung, des Bienenzentrums Oberösterreich, des Österreichischen Erwerbsimkerbundes, des Maschinenrings Oberösterreich sowie engagierter Versuchsbetriebe.

 

Im folgenden Vortrag werden die Ergebnisse des Folgeversuchs präsentiert, und die Projektimker teilen ihre wertvollen Erfahrungen.

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DI Theresa Frühwirth Bakk.techn. BEd.

Theresa Frühwirth ist Leiterin des Bienenzentrums Oberösterreich. Als Facharbeiterin für Bienenwirtschaft verfügt sie über fundierte praktische und fachliche Kompetenz und ist zentrale Ansprechpartnerin für Ausbildung, Beratung und Weiterentwicklung der Bienenhaltung in Oberösterreich.

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Ing. Patrick Falkensteiner MSc MBA

Patrick Falkensteiner ist bei der Boden.Wasser.Schutz.Beratung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich tätig. Als Referent für Klima- und Umweltschutz beschäftigt er sich mit nachhaltigen Maßnahmen zum Schutz von Boden, Wasser und Umwelt und deren Umsetzung in der landwirtschaftlichen Praxis.

15:00

Selektions- und Zuchtarbeit der Carnica-Zucht in Bayern

Der Vortrag gibt einen Überblick über Struktur und Aufbau der Carnica-Zuchtarbeit in Bayern. Vorgestellt wird, wie die Ergebnisse der Selektion in die breite Imkerschaft getragen werden und welche Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung der Züchter eingesetzt werden.

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Johann Fischer

Johann Fischer ist staatlicher Fachberater für Bienenzucht und Mitarbeiter des Instituts für Bienenkunde und Imkerei. Er ist Diplom-Ingenieur-Agrar (FH) und betreut als Berater den Regierungsbezirk Schwaben mit rund 5.500 Imkerinnen und Imkern.
Ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Koordination der staatlichen Leistungsprüfung sowie die Förderung der Zuchtarbeit als wesentliches Ziel der imkerlichen Beratung. Mit seiner eigenen Imkerei ist er Mitglied der AGT und selbst aktiver Bienenzüchter.

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