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Bienen und Hitze

Bienen sind Meister der Temperaturregulierung und können auch hohe Temperaturen gut aushalten. Die Larven sind hier weniger robust. Deshalb ist die Temperaturregulierung im Bienenstock durch die Bienen besonders wichtig.






Wie geht es den Bienen bei Hitze?


Bei moderaten Sommer-Temperaturen kommen Bienen dank ausgeklügelter Kollektivmaßnahmen gut zurecht. Bei anhaltender extremer Hitze, wie wir sie jetzt in ganz Österreich erleben, hat ein Bienenvolk viel zu tun.


  • Extremer Energieaufwand zur Kühlung: Um die Brut auf der optimalen Temperatur von etwa 34,5 °C bis 36 °C zu halten, müssen Bienen ab einer Außentemperatur von 30 °C Wasser eintragen und im Stock verdunsten lassen (Evaporationskühlung) sowie aktiv mit den Flügeln fächeln. Das kostet enorme Mengen Energie (und braucht auch genügend Nahrung). Während der Wassereintrag zu den Standardmaßnahmen zählt, können Bienen bei höheren Temperaturen auch mit ihrem Rüssel für Kühlung sorgen. In der Wissenschaft wird das als „tongue lashing“ bezeichnet. Wenn nötig, dann bilden die Bienen auch Hitzeschilder oder verlassen den Bienenstock ganz. Diese Cluster außerhalb des Bienenstocks nennt man auch Bienenbart.


  • Eingeschränkte kognitive Fähigkeiten: Eine Studie mit Hummeln zeigte, dass schon kurzzeitige Temperaturerhöhungen von nur ein paar Stunden einen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten wie dem Gedächtnis- oder Orientierungssinn haben. Das hat einen Einfluss auf die Bienen, die eventuell den Standort ihrer Nahrungsquellen vergessen und damit ineffizienter Nektar und Pollen sammeln.

 


Einfluss des Klimawandels


Aber nicht nur die Hitzewellen setzt unseren Bienen zu. Steigende Temperaturen und weniger Niederschlag führen zu einer Verringerung der Vielfalt an Nahrungsressourcen. Auch sogenannte Trachtlücken im Hoch- oder Spätsommer, wenn die Pflanzen ihre Nektarproduktion einstellen, führen zu einem stark reduzierten Nahrungsangebot. Imkerinnen und Imker berichten auch über niedrigere Honigausbeuten und höhere Winterverluste. Der Klimawandel stellt somit ein Problem für die Bienen dar und das beeinflusst sowohl unser Ökosystem als auch unsere Ernährungssicherheit.

 


Quellen

  • Stabentheiner, A., Kovac, H., Mandl, M., & Käfer, H. (2021). Coping with the cold and fighting the heat: thermal homeostasis of a superorganism, the honeybee colony. Journal of Comparative Physiology A207 (3), 337-351. https://doi.org/10.1007/s00359-021-01464-8

  • Gérard, M., Amiri, A., Cariou, B., & Baird, E. (2022). Short‐term exposure to heatwave‐like temperatures affects learning and memory in bumblebees. Global Change Biology, 28 (14), 4251-4259. https://doi.org/10.1111/gcb.16196

  • Quaresma, A., Baveco, J.M., Brodschneider, R. et al. (2025). Honey bee food resources under threat from climate change. Nature Communications, 17(1), 1331. https://doi.org/10.1038/s41467-025-68085-6

  • Van Espen, M., Williams, J. H., Alves, F., Hung, Y., de Graaf, D. C., & Verbeke, W. (2023). Beekeeping in Europe facing climate change: A mixed methods study on perceived impacts and the need to adapt according to stakeholders and beekeepers. Science of the Total Environment888, 164255. https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2023.164255

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