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AT-2 Praxistag 2026

Aktualisiert: vor 13 Stunden

Am 04.Juli hat am Bienenhof Mandl in Traiskirchen der AT-2 Praxistag 2026 stattgefunden. Über 100 AT-2 Züchter und Züchterinnen, die gemeinsam die Population Carnica- Österreichische Berufsimker in Beebreed.eu bilden, haben sich zur praktischen Vorführung der Leistungsprüfung getroffen.



Es wurden bei den ca. 150 Zuchtvölkern am Bienenhof Stationen eingerichtet, an denen mehrfach Nadeltest, Varroatest, Honigwiegen und Beurteilen der üblichen Prüfkriterien wie Sanftmut, Wabensitz und Schwarmneigung vorgeführt und geübt wurden.Vor allem für die neuen Züchter und Züchterinnen war es wichtig, die Prüfschritte praktisch von den erfahrenen Züchtern vorgezeigt zu bekommen. Das gemeinsame jährliche Training am Praxistag ist wichtig, damit alle AT-2 Züchter/innen die Leistungsprüfung gleich machen.


Besonderes Augenmerk bei der Leistungsprüfung liegt auf dem Varroamonitoring. So ist es nach jahrelangem Milbenzählen und Selektieren gelungen, dass im Prüfjahr 2025 bereits ca. 30% der Prüfpopulation keine Varroabehandlung mehr brauchte. Das bedeutet aber auch, dass noch gut 2/3 der Prüfvölker behandelt werden müssen. Das Ziel der nicht mehr notwendigen Varroabehandlung ist noch nicht erreicht, aber durch konsequente, gemeinsame Zuchtarbeit in greifbarer Nähe.


Deshalb freut es mich besonders, dass so viele neue Prüfer und Prüferinnen gewonnen werden konnten, bei der Zucht auf Varroaresistenz mitzumachen. Am Praxistag hat jede/r wieder fünf heurige Belegstellenköniginnen verschiedener Herkunft mitbekommen mit der Bitte, sie nächstes Jahr entsprechend der gemeinsamen züchterischen Übereinkunft zu prüfen und in der Population Carnica- Österreichische Berufsimker in Beebreed.eu einzutragen.


Eine besondere Herausforderung bei AT-2 ist nicht nur die Verbesserung der gewünschten Zuchtmerkmale, sondern auch die Erhaltung der historischen, österreichischen Linien wie Peschetz, Wintersbach, Bukovsek, C1, Troiseck, Sklenar und Putz. So wird versucht, die besten Königinnen innerhalb jeder Linie für die Zucht in ausreichender Anzahl zu erhalten. Als selbstverständlich wurde es genommen, dass von den über 100 Züchtern mit Begleitung, die meisten von ihnen mit kurzer Hose und Leiberl, die stundenlang zwischen den rund 150 Zuchtvölkern hantiert haben, niemand gestochen wurde. Auch das ist ein beeindruckendes Zeichen der jahrzehntelangen Zuchtarbeit unserer Vorgängerzüchter.


Alle, die ich nun auf den Gusto für die Leistungsprüfung gebracht habe, darf ich einladen, sich bei mir per mail office@bienen.at zu melden und ich freue mich, sie in den Kreis der AT-2 Kollegen und Kolleginnen aufnehmen zu dürfen.

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